Du hast deine Mitarbeiter gerade ans kostenlose Copilot gewöhnt? Schlechte Nachrichten. Microsoft macht den Hahn zu – und das schon 2026. Gleichzeitig läuft die Technik bei manchen Kunden gerade gar nicht. Ein klassischer Microsoft-Monat eben.
Was ist passiert?
Copilot wird kostenpflichtig. Microsoft hat angekündigt, dass große Unternehmen ab April 2026 für bisher kostenlose Copilot-Funktionen zahlen müssen. Wer bisher auf dem Gratis-Trip mitgefahren ist, steht dann vor der Wahl: Abo oder Abschied.
Parallel dazu gibt es technische Neuerungen: GPT-5.3 Instant kommt für Microsoft 365 Copilot und Copilot Studio. Das Modell soll schneller und präziser sein – zumindest für die, die dann noch dabei sind.
Außerdem hat Microsoft ein Open-Source Chat SDK veröffentlicht. Damit lassen sich Bots nicht nur für Teams, sondern auch für Slack, Discord und jetzt sogar WhatsApp bauen. Ein Adapter vereinheitlicht die Entwicklung – praktisch, wenn deine Nutzer überall verteilt sind.
Doch Vorsicht: Das März-Update für Windows 11 (KB5079473) sorgt bei einigen Nutzern für Anmeldeprobleme bei Teams und OneDrive. Microsoft hat den Bug bestätigt. Wer plötzlich vor verschlossenen Türen steht, ist nicht allein.
Und dann ist da noch eine aktiv ausgenutzte SharePoint-Lücke in Südafrika – ein Multi-Layer-Scam, bei dem Angreifer über Schwachstellen in SharePoint-Installationen eindringen. Patch-Status prüfen, und zwar sofort.
Warum das relevant ist
Microsoft spielt hier auf mehreren Brettern. Die Monetarisierung von Copilot ist strategisch konsequent: Erst gewöhnen, dann kassieren. Das Chat SDK zeigt, dass Microsoft das Teams-Ökosystem öffnet – nicht aus Nächstenliebe, sondern um Entwickler zu binden.
Die technischen Probleme mit Windows 11 und die SharePoint-Lücke erinnern daran, dass Cloud-Nutzung Risiken birgt. Das Update-Chaos ist ärgerlich, die Sicherheitslücke ernst. Beides kostet Zeit und Nerven.
Was bedeutet das für dich?
Für Copilot-Nutzer: Prüfe jetzt, welche Gratis-Funktionen du nutzt. Budget für 2026 einplanen – oder Alternativen evaluieren. Die Zeit drängt nicht, aber die Planung sollte starten.
Für Entwickler: Das Chat SDK ist einen Blick wert, wenn du Multi-Platform-Bots brauchst. Weniger Code, mehr Kanäle. Das WhatsApp-Adapter ist neu und könnte für Kundenkommunikation interessant sein.
Für Admins: Windows-Update KB5079473 im Auge behalten. Bei Anmeldeproblemen: Workarounds von Microsoft checken oder Update zurückziehen. Und: SharePoint-Patches einspielen, jetzt.
Für Sicherheitsverantwortliche: Die SharePoint-Lücke ist nicht theoretisch – sie wird aktiv ausgenutzt. Incident-Response-Plan bereithalten.
Microsoft spielt hier das alte Spiel: Innovation und Irritation in einem Paket. Die Copilot-Preiserhöhung war absehbar, die technischen Pannen ärgerlich, die Sicherheitslücke alarmierend. Wer das auseinanderhalten kann, gewinnt.